Abgeordnete des Deutschen Bundestages schließen für Schienenanbindung parteiübergreifende „Allianz für die Heimat“

Dauerbrenner Bahn: MdB Emmi Zeulner setzt sich für die Einrichtung einer IC-Linie Nürnberg-Lichtenfels-Kronach-Saalfeld-Jena-Naumburg-Leipzig ab 2017 ein. Auch die Barrierefreiheit der Bahnhöfe ist der Bundestagsabgeordneten (hier im Bild mit der Beauftragten der bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, und dem Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath) ein Herzensanliegen. Von Erfolg gekrönt war ihr Einsatz für die Stationen in  Breitengüßbach, Ebensfeld, Zapfendorf, Ebing und Hallstadt.
Dauerbrenner Bahn: MdB Emmi Zeulner setzt sich für die Einrichtung einer IC-Linie Nürnberg-Lichtenfels-Kronach-Saalfeld-Jena-Naumburg-Leipzig ab 2017 ein. Auch die Barrierefreiheit der Bahnhöfe ist der Bundestagsabgeordneten (hier im Bild mit der Beauftragten der bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, und dem Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath) ein Herzensanliegen. Von Erfolg gekrönt war ihr Einsatz für die Stationen in Breitengüßbach, Ebensfeld, Zapfendorf, Ebing und Hallstadt.

Kernforderung: Lückenlose IC-Anbindung der Regionen muss gewährleistet werden

„Es ist für uns absolut nicht hinnehmbar, dass die Städte entlang der bisherigen ICE-Strecke über Lichtenfels, Kronach, Saalfeld, Jena, Naumburg bis Leipzig von 2017 bis 2023 vom schnellen Schienenfernverkehr abgehängt werden sollen. Hier gilt es gemeinsam über Parteigrenzen hinweg für unsere Bürger zu kämpfen. Ich freue mich, dass die zuständigen Bundestagsabgeordneten bereit sind, eine überparteiliche ‚Allianz für die Heimat‘ zu schließen. Zusammen werden wir uns für eine Einführung einer lückenlosen IC-Anbindung ab 2017 einsetzen“, so Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (Wahlkreis Lichtenfels, Kulmbach, Bamberg-Land) auf deren Initiative hin die gemeinsame Allianz ins Leben gerufen wurde.

Bei einem ersten Gründungstreffen am Donnerstag in Berlin einigten sich die acht Bundestagsabgeordneten aus Oberfranken, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf ein Eintreten für ein gemeinsames Hauptziel: Sie fordern mit Nachdruck eine lückenlose Anbindung der Regionen an den schnellen Schienenfernverkehr nach Wegfall der ICE-Linie über Lichtenfels, Kronach, Ludwigstadt, Saalfeld, Jena, Naumburg, Leipzig nach Neueröffnung der ICE-Neubaustrecke Nürnberg Erfurt ab 2017.

Entstanden ist die Idee bei der fränkischen Abgeordneten nachdem die DB-Fernverkehr trotz aller Bemühungen regionaler Politiker und Kammern eine Etablierung der gewünschten IC-Linie im Zweistundentakt erst für 2023 angekündigt hat. „Dies können wir nicht hinnehmen, weil es unsere Region völlig vom direkten und regelmäßigen Zugverkehr abschneidet“, so Zeulner. „In Gesprächen in Berlin wurde immer deutlicher, dass dies gerade kein regional beschränktes Problem ist.“

Als die Idee geboren war, wendete sich Zeulner an die zuständigen Bundestagsabgeordneten aller Couleur in den Bundesländern Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, die auch von den „Einsparungen“ der Deutschen Bahn betroffen sind.

Vor allem die lange Zeitspanne von sechs Jahren (2017-2023), in der die Regionen vom schnellen Schienenfernverkehr abgeschnitten wären, ist für die Politiker nicht hinnehmbar. „Das brächte untragbare Folgen für die gesamte Regionen, die nicht zuletzt die Last der langen Bauzeit der Neu- und Ausbaustrecke tragen müssen“, betont MdB Zeulner.

Den Umstand, dass die IC-Linie erst 2023 eingerichtet werden soll, begründete die DB Fernverkehr gegenüber MdB Zeulner damit, dass zum einen keine modernen Fahrzeugkapazitäten zur Verfügung stünden, zum anderen eine Konkurrenzsituation mit der Nahverkehrslinie des FTX (Franken-Thüringen-Express) von Nürnberg nach Jena entstehe, für den die Verträge noch bis 2023 laufen.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft signalisierte jedoch die Bereitschaft, die Verträge zu modifizieren, sofern die IC-Linie über Lichtenfels, Kronach, Ludwigstadt, Saalfeld, Jena und Naumburg, Leipzig früher eingeführt werden soll. „Das ist ein wichtiger Schritt“, so Zeulner.

MdB Zeulner führte gegenüber der DB-Fernverkehr ferner an, dass die IC-Linie Stuttgart-Nürnberg auf der Murrbahn nicht in die Neuausschreibung geht. Demzufolge sollten aus Sicht der Bundestagsabgeordneten Fahrzeugkapazitäten frei werden, die vielleicht für die geforderte Linie über Lichtenfels und Kronach eingesetzt werden könnten. Die DB verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Wagenmaterial zu alt sei und nicht ausreiche. Man setze bei der Strecke auf neue IC-Doppelstockzüge. „Unsere Priorität liegt hierbei aber auf der lückenlosen Anbindung der Regionen mit einem IC, nicht auf der neuesten Ausstattung der Züge“, so die Abgeordneten.

In den nächsten Schritten werden die Parlamentarier nun ein gemeinsames Forderungspapier erstellen und mit diesem als neu gegründete „Allianz für die Heimat“ in den direkten Austausch mit der obersten Ebene in der Bahn-Hierarchie treten. „Zusammen können wir mehr erreichen und unser Anliegen noch gezielter angehen und hoffentlich zum Erfolg führen. Für unsere Bürger vor Ort. Das verbindet uns alle- über Landes- und Parteigrenzen hinweg.“

Mit von der Partie sind bei der „Allianz für die Heimat“ neben MdB Emmi Zeulner MdB Dr. h.c. Hans Michelbach (CSU, Coburg, Kronach), MdB Dr. h.c. Albert Weiler (CDU) und MdB Ralph Lenkert (Die Linke), beide Gera, Jena, Saale-Holzland-Kreis), MdB Frau Carola Stauche (CDU, Sonneberg-Saalfeld/Rudolstadt-Saale-Orla-Kreis), MdB Dieter Stier (CDU, Burgenlandkreis), MdB Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher Bündnisgrüne Deutschland-Ost, MdB Dr. Thomas Feist (CDU, Leipzig II) und MdB Daniela Kolbe (SPD, Leipzig I).

Doch die Gruppe soll bis zum Ende des Jahres noch größer werden, um politisch – gerade gegenüber der Bahn – mehr Schlagkraft zu bekommen.

Hintergrund:

Mit der Eröffnung der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt entfällt die ICE-Verbindung München-Berlin über Lichtenfels, Saalfeld, Jena, Naumburg, Leipzig. Lichtenfels verliert seine elf Systemhalte täglich in jeder Richtung. Ähnlich betroffen sind die anderen bisherigen Haltepunkte entlang der Linie. Dafür wird – wie Deutsche Bahn AG bei der Vorstellung des neuen Bahnkonzepts am 24. Juni 2016 in Coburg mitteilte – nach jetzigen Planungen der Bamberg auf der neuen ICE-Strecke stündlicher Systemhalt, in Coburg sind drei Halte täglich in jede Richtung vorgesehen. Nach derzeitigem Planungsstand soll laut DB-Fernverkehr erst ab 2023 (ursprünglich 2030) eine neue IC-Linie über Karlsruhe-Nürnberg-Lichtenfels-Kronach-Ludwigstadt nach Leipzig eingerichtet werden.

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