„Bauernregeln von Umweltministerin Hendricks sind Gift für jede Debatte und untragbar“


"Bauernregeln sind ein überliefertes Kulturgut, das nicht verunglimpft werden darf", betont MdB Emmi Zeulner (hier auf dem Hof der Familie Manuela und Stefan Seelmann in Reundorf, Landkreis Lichtenfels).

Statement von MdB Emmi Zeulner zur Kampagne

„Die neuen Bauernregeln der Bundesumweltministerin Hendricks sind Gift für jede sachliche Debatte. Durch die Reimform werden Sachverhalte stark verkürzt und verzerrt dargestellt und die Landwirte zu Unrecht an den Pranger gestellt. Dass eine solche Kampagne, die alleine der Diffamierung eines Berufsstandes dient, auch noch durch Steuermittel finanziert wird, ist inakzeptabel. Besonders traurig finde ich es auch, dass durch diese Plakate die tatsächlichen Bauernregeln, die gerade im ländlichen Raum ein über Generationen überliefertes Kulturgut sind und auch mich als Kind sehr begleitet haben, an Wert verlieren und zu Wahlkampfzwecken missbraucht werden. Die Landwirtschaft steht vor zahlreichen Problemen, die wir aber nicht lösen, indem wir sie immer zum Sündenbock machen. Umweltpolitisch macht es sich die SPD hier sehr leicht. Für mich steht fest: eine Kampagne gegen unsere Landwirte kann und darf nicht die Lösung sein. Die Kampagne hat nichts Konstruktives. Die einseitige Darstellung hat nur ein Ziel: Wahlkampf auf Kosten unserer Landwirte! Denn wenn Frau Hendricks, wie sie behauptet, wirklich Veränderungen in der Landwirtschaft anregen möchte, dann wäre es doch sinnvoller die Plakate auf dem Land, bei der Zielgruppe, den Landwirten aufzuhängen und nicht in 70 Städten.

Ich fordere die Bundesumweltministerin daher dazu auf, diese Kampagne sofort zu beenden und, statt die Landwirte ins Lächerliche zu ziehen, sich auf einen konstruktiven Dialog zur Zukunft der Landwirtschaft und des Umweltschutzes einzulassen.

Da es aber nicht nur beim Reden bleiben darf, fordere ich zusätzlich jährlich einen runden Tisch an den Landratsämtern in meinem Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels-Bamberg Land mit Vertretern der Landwirtschaft, den unteren Naturschutzbehörden und den Landräten, um die Probleme auf kommunaler Ebene genau zu definieren und gemeinsam vor Ort Lösungen zu finden.

Denn eines muss klar sein, Umweltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und wird nur dann erfolgreich sein, wenn alle eingebunden sind und nicht einfach die Landwirtschaft den schwarzen Peter zugeschoben bekommt. “

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