Der regelmäßige Austausch vor Ort ist mir wichtig – deshalb habe ich mich sehr über die Einladung zum Netzwerktreffen der Hebammen Kulmbach und Bayreuth gefreut. Wir haben über eine Koordinationsstelle im Landkreis gesprochen, über die verschiedenen Arbeitsmodelle und Schwerpunkte in der Hebammerei, über die Ausbildung, die geburtshilfliche Versorgung im ländlichen Raum, den Dokumentationsaufwand und das zunehmende Drängen von nicht anerkannten Berufen in die Geburtshilfe, aber natürlich auch über den neuen Hebammenhilfe-Vertrag, der Anfang November in Kraft getreten ist. Danke für den offenen Austausch und die vielen Eindrücke, die ich mitnehmen darf!
Dass die Verbände der Hebammen und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen keine Ergänzung zum Hebammenhilfe-Vertrag vereinbaren konnten, bedauere ich sehr, aber muss ich aber akzeptieren. Es wäre die Chance gewesen, nicht nur einige konkrete Stellen im Vertrag z.B. beim 1:1-Zuschlag oder bei ambulanten Notfällen im Sinne der Hebammen nachzubessern, sondern auch durch eine Konvergenzphase eine schrittweise Anpassung an die neue Vertragssystematik zu ermöglichen. So hätten die Neuerungen Schritt für Schritt in Kraft treten und beobachtet können. In jedem Fall aber werde ich die Umsetzung und Integration des Vertrages in die Praxis sowie die Entwicklungen in der Geburtshilfe weiterhin eng begleiten.