Infoveranstaltung der CSU Bad Staffelstein zur Nord-Ost-Spange

MdB Emmi Zeulner: „Steigerung der Aufenthaltsqualität im Ortskern ist das erklärte Ziel!“

Wie kann Bad Staffelsteins Ortskern entlastet werden und wie könnte die Verkehrsführung der Nord-Ost-Spange vom „Rommel-Kreisel“ zum „Horsdorfer-Kreisel“ konkret aussehen? Darüber wurde am 30. November 2025 im Rahmen einer Informationsveranstaltung der CSU Bad Staffelstein mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Erfreut über die große Teilnehmerzahl aus der Bürgerschaft und anderen kommunalpolitischen Vertretern konnte der CSU-Ortsvorsitzende Holger Then auch die zuständige Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels-Bamberg Land, MdB Emmi Zeulner, sowie den zuständigen Stimmkreisabgeordneten des Bayerischen Landtages und Vorsitzenden des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr, MdL Jürgen Baumgärtner begrüßen.

Für den CSU-Ortsvorsitzenden Holger Then ist der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern wichtig, da bisher vor allem Medienberichte die Debatte über die Spange geprägt hatten. „Die Mehrheit des Stadtrates hatte einen entsprechenden Beschluss für eine nordöstliche Umfahrung der Kernstadt gefasst, weil man das Ortszentrum einer gefragten Bad-Stadt entlasten möchte. Da aber überregionale Straßen über den Marktplatz führen, kann nach aktueller Rechtslage keine Veränderung ohne übergeordnete Stellen erreicht werden“, erklärt Then.
Für den Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner steht fest: Der Freistaat realisiert nur bei klarer verkehrlicher Notwendigkeit und ausreichender Akzeptanz in der Bevölkerung eine Straße. „Die Nord-Ost-Spange befindet sich noch in einer frühen Prüfphase. Daher ist es wichtig, dass die Menschen vor Ort ihre Ideen und Vorschläge zu einer besseren Aufenthaltsqualität schildern, damit diese anschließend umfassend geprüft und abgewogen werden können“, so Baumgärtner. „Außerdem wurden alle eingereichten Petitionen zunächst zurückgestellt, um eine umfassende Prüfung und Bürgerbeteiligung zu ermöglichen“, erklärte der Landtagsabgeordnete.

Auch der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner ist es ein großes Anliegen, mit den Menschen vor Ort über Lösungen für eine bessere Aufenthaltsqualität zu sprechen: „In der Variantenprüfung wird besonders auf Flächenverbrauch, Lärmschutz und Belastungen neuer Gebiete geachtet. Hinweise aus der Bürgerschaft – etwa zur Nähe einer möglichen Trasse zur Autobahn – werden daher sehr ernst genommen und umfassend geprüft“. Für MdB Zeulner ist entscheidend, dass ein Austausch mit den Menschen vor Ort stattfindet und dass die Spange ergebnisoffen geprüft wird, wie es durch die Variantenprüfungen, welche nun stattfinden sollen, der Fall ist. Zeulner, Baumgärtner und Then sagten zu, dass es einen weiteren Termin mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg zur Begehung des Ortskerns und zur Besprechung von Sofortmaßnahmen geben soll.

Ein weiteres Thema war der Flächenverbrauch: Bayern verliert täglich rund 12,4 Hektar Fläche, was etwa 17 Fußballfeldern entspricht. Angesichts der touristischen Bedeutung der Region wurde betont, dass der Schutz von Natur und Landschaft bei allen Planungen eine zentrale Rolle spielen muss, diesen Einwurf in den Bürgerdialog brachte Anton Reinhardt als Funktionär des Bund Nachturschutz (BUND). Baumgärtner bestätigt darauf auch den Ansatz des Freistaates Bayern mit und für die Bürger zu prüfen und zu planen. Wenn ein Mehrwert für die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger erreicht wird, dann erfolgt auch die Umsetzung, in Abstimmung mit den landesweiten und örtlichen Prioritäten.
Für die CSU Bad Staffelstein sowie die Mandatsträger steht fest, dass Transparenz, Bürgerbeteiligung und eine sorgfältige Abwägung aller Varianten im Mittelpunkt des weiteren Prozesses stehen. „Es gibt keine Vorfestlegungen. Wir wollen gemeinsam eine Lösung entwickeln, die Verkehr und Lebensqualität gleichermaßen verbessert“, bekräftigte Holger Then abschließend.

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