Statement zur Cannabislegalisierung der Ampel

đŸ‘‰đŸŒIch habe heute gegen das Cannabisgesetz gestimmt, weil ich es zum einen als ganz konkrete gesundheitliche Gefahr fĂŒr unsere Kinder und Jugendlichen sehe und weil es ein absoluter bĂŒrokratischer Wahnsinn fĂŒr unsere Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden ist. Wenn die Ampel etwas anderes behauptet, dann ist das schlicht unwahr.

Als Politik mĂŒssen wir diejenigen mit in die Entscheidung einbeziehen, die am Ende die gesetzlichen Regelungen tagtĂ€glich umsetzen mĂŒssen und deren Folgen in der Praxis spĂŒrbar erleben. Doch genau diesen Grundsatz tritt die Ampel mit FĂŒĂŸen und wischt die berechtigten Bedenken von Kinder- und JugendĂ€rztinnen und -Ă€rzten, der Apothekerschaft, Psychiaterinnen und Psychiatern, Therapeutinnen und Therapeuten, PĂ€dagoginnen und PĂ€dagogen, Lehrerschaft, Eltern sowie Polizei und Justiz einfach bei Seite. Das ist an Ignoranz und ideologischer SelbstgefĂ€lligkeit kaum zu ĂŒberbieten.

Cannabis wird von vielen zum Stressabbau und Erzeugen von ZufriedenheitsgefĂŒhlen genutzt. Und genau das ist fĂŒr mich der Knackpunkt. Ich kĂ€mpfe dafĂŒr, dass unsere Kinder und jungen Leute alternative Strategien entwickeln können, um Stressresilienz aufzubauen. Ich kĂ€mpfe dafĂŒr, dass unsere Jugendlichen ihre Kraft und das „glĂŒcklich Sein“ beispielsweise durch unvergessliche sportliche oder musikalische Erfolge in ihren Vereinen, flirrende SommernĂ€chte auf Festivals oder durchtanzte NĂ€chte in der Turbine in Kulmbach erlangen. Aber gerade, weil bekannt ist, dass die Langzeitfolgen von Cannabiskonsum so gravierend sein können, will ich nicht, dass unsere Kinder und jungen Erwachsenen auf die falschen Versprechungen dieser Bundesregierung hereinfallen.
Statt das Wissen ĂŒber anderweitige Umgangsmöglichkeiten mit Stress und Resilienzstrategien ohne Suchtmittel in der Gesellschaft – beispielsweise durch die Etablierung von SchulgesundheitsfachkrĂ€ften – zu stĂ€rken, hat sich die Ampelregierung in einer ideologischen, komplizierten und unkontrollierbaren Cannabislegalisierung verwickelt, die am Ende insgesamt mehr Be- als Entlastung in der Praxis bringen wird und darĂŒber hinaus dem Kinder- und Jugendschutz sowie der BekĂ€mpfung von Schwarzmarkt und Organisierter KriminalitĂ€t einen BĂ€rendienst erweisen wird.

Deswegen mein „nein“ zu diesem schlecht gemachten Gesetzentwurf.

Mehr könnt ihr gerne in dem Interview mit der Bayerischen Rundschau nachlesen:
https://emmi-zeulner.de/interview-mit-der-bayerischen-rundschau-zur-geplanten-cannabislegalisierung/

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