Bund fördert Breitbandausbau im Landkreis Kulmbach

Die Bürgermeister von Stadtsteinach, Kasendorf, Harsdorf, Trebgast, Mainleus und Ködnitz freuen sich über die Förderung für den Breitbandausbau. (v.l.  Werner Diersch, Robert Bosch, Emmi Zeulner, Dorothee Bär, Stephan Heckel-Michel, Manfred Zapf und Roland Wolfrum)
Die Bürgermeister von Stadtsteinach, Kasendorf, Harsdorf, Trebgast, Mainleus und Ködnitz freuen sich über die Förderung für den Breitbandausbau. (v.l. Werner Diersch, Robert Bosch, Emmi Zeulner, Dorothee Bär, Stephan Heckel-Michel, Manfred Zapf und Roland Wolfrum)

Schnelles Internet wichtiger Standortfaktor – Stadtsteinach, Mainleus, Ködnitz, Trebgast, Harsdorf und Kasendorf erhalten Förderbescheide über 50.000 Euro für Beraterleistungen

(Bamberg, 24.05.2017) „Es freut mich sehr, dass Stadtsteinach, die drei Gemeinden Ködnitz, Trebgast und Harsdorf sowie die Märkte Mainleus und Kasendorf vom Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau profitieren und einen Zuschuss von 50.000 Euro für Beraterleistungen erhalten“, so Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (Wahlkreis Kulmbach, Lichtenfels, Bamberg-Land) auf der offiziellen Übergabe der Förderbescheide im Landratsamt Bamberg. „Damit können die Weichen für die Zukunft mit Highspeed-Internet gestellt werden.“

Am Mittwochvormittag übergab die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär im Landratsamt Bamberg Förderbescheide an Stadtsteinach, die drei Gemeinden Ködnitz, Trebgast und Harsdorf sowie die Märkte Mainleus und Kasendorf  aus dem Wahlkreis von MdB Zeulner. Sie alle erhielten Förderung für Beraterleistungen, die bei der Planung und Durchführung und der Beantragung von Fördermittel für den Breitbandausbau unterstützen sollen. „Ich möchte mich auch sehr bei der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär bedanken. Gerade im Bereich des Breitbandausbaus im ländlichen Raum schätze ich ihren Einsatz sehr und habe sie stets als verlässliche Kollegin wahrgenommen.“

„Nachdem im letzten Herbst die ersten Kommunen aus dem Landkreis Kulmbach Förderung aus dem Bundesprogramm erhalten haben, freut es mich, dass nun sechs weitere Kommunen folgen“ stellt die Bundestagsabgeordnete heraus. „Ich hoffe, dass noch viele diesem Beispiel folgen und die Weichen für die Zukunft der schnellen Datenautobahn stellen. Leistungsfähiges Internet ist ein wichtiger Standortfaktor und notwendig für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region. Deswegen ist es mir ein großes Anliegen, dass bald alle Haushalte in meinem Wahlkreis mit schnellen Anschlüssen versorgt sind.“

Zeulner hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder für den Breitbandausbau in den Kommunen ihres Wahlkreises Lichtenfels, Kulmbach, Bamberg-Land eingesetzt und im Rahmen zweier Breitbandforen gemeinsam mit Vertretern des BMVI sowie des Bundesbreitbandbüros Bürgermeister und Landräte über das Förderprogramm des Bundes informiert. Inzwischen hat eine Vielzahl von Kommunen die Chancen genutzt, um mithilfe der Förderungen den Ausbau des Breitbandnetzes voranzubringen.

Die Bürgermeister haben die Chance genutzt und sich erfolgreich um die Fördermittel bemüht. „Der Breitbandausbau nimmt in unserer mit ländlicher Struktur geprägten Gemeinde einen hohen Stellenwert ein. Durch die stetige Verbesserung der örtlichen Strukturen kann die Attraktivität unserer Gemeinde für junge und ältere Bürgerinnen und Bürger, aber auch für ortsansässige und interessierte Gewerbetreibende nachhaltig gesteigert werden“, betonen die Ersten Bürgermeister Herr Stephan Heckel-Michel, Herr Günther Hübner und Herr Werner Diersch, der Gemeinden Ködnitz, Harsdorf und Trebgast jeweils. Alle drei Gemeinden hatten ihren Förderantrag erst letzten November gestellt und auch bereits an Förderprogrammen des Freistaats Bayern teilgenommen. Die Bürgermeister setzen sich weiterhin dafür ein, dass „letzte vorhandene ‘dunkle Flecken‘ lokalisiert“ und baldmöglichst beseitigt werden. Hierbei soll die nun erhaltene Förderung auch helfen und zur Erstellung eines FTTB-Masterplans dienen, das bedeutet, „Glasfaser bis ins Haus“. Danach soll mithilfe von noch vorhandenen bayerischen Fördermitteln versucht werden, die „dunklen Flecken“ zu beseitigen.

In Stadtsteinach ist es das Ziel des Ersten Bürgermeisters Roland Wolfrum, dass „alle Haushalte der gesamten Stadt und alle Ortsteile und Einzelanwesen einen Anschluss von mindesten 25-30 Mbit pro Sekunde bekommen. Hierfür wurde der geförderte Ausbau im Frühjahr 2017 abgeschlossen.“ Zudem weist Bürgermeister Wolfrum auch darauf hin, dass ein lückenloses Glasfasernetz der Gesamtkommune aber nur mithilfe einer weiteren großzügigen Fördermaßnahme realisierbar ist und es wichtig ist, dass die ländlichen Regionen einen in der Geschwindigkeit ausreichenden Breitbandanschluss bieten können.

Der Erste Bürgermeister des Markts Mainleus Robert Bosch betont, dass „der Breitbandausbau für den Markt Mainleus einen sehr hohen Stellenwert hat, ohne staatliche Förderung aber nicht finanzierbar wäre“. So wird Bürgermeister Bosch „die anstehende Förderung für Beratungsleistungen für die technische IST-Erfassung der TK-Infrastrukturen im Marktgemeindegebiet und die Erstellung eines FTTB-Strukturplans“ verwenden. Zudem sollen die Fördermittel auch bei der fachlichen Begleitung eines weiteren Breitbandausbauförderverfahrens unterstützen. „Der größte Teil der Breitbandverbesserung im Markt Mainleus wurde bereits im August 2016 in Betrieb genommen. Weitere Ortsteile werden voraussichtlich bis Ende 2018 verbessert. Für die restlichen weißen Flecken erwarten wir bis Ende 2019 den Ausbau. Insgesamt ist das Ziel der Ausbau von Glasfaser in jedes Haus“, erläutert Bürgermeister Bosch den aktuellen Stand und die Ziele des Breitbandausbaus in Markt Mainleus.

Auch für die Marktgemeinde Kasendorf ist „der Breitbandausbau in der Fläche von großer Wichtigkeit für die weitere Entwicklung“, so der Erste Bürgermeister Bernd Steinhäuser. „Besonders erfreulich ist es, dass die Förderung, die am 13.04.2017 beantragt wurde bereits gut einen Monat später bewilligt wurde“, stellt Bürgermeister Steinhäuser heraus. In der Marktgemeinde Kasendorf ist es bereits das zweite Verfahren. „So hat Markt Kasendorf insbesondere von der hohen Förderquote von 80% profitiert, die erfreulicherweise unabhängig von der Finanzkraft der Marktgemeinde gewährt wurde. Mit einem Eigenanteil von rd. 208.000 Euro und einer Förderung in Höhe von rund 827.000 Euro konnte eine Ausbauinvestition von insgesamt rund 1.186.000 Euro getätigt werden, wenn das zweite Verfahren im Jahre 2018 abgeschlossen ist“, erläutert Bürgermeister Steinhäuser den bisherigen Förderverlauf. Sobald die Maßnahmen des zweiten Verfahrens abgeschlossen sind, wird das gesamte Gemeindegebiet mit der Ausnahme von drei Anwesen eine Versorgung von 30 Mbit haben. Dank der 100%igen Förderung durch den Bund kann nun der Masterplan für den flächendeckenden Breitbandausbau mit Glasfaser im Markt Kasendorf durch die Firma Reuther NetConsulting erstellt werden.

„Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum, Innovation und die Sicherung von Arbeitsplätzen“, so MdB Emmi Zeulner. „Für die Menschen und Firmen, die in unterversorgten Gebieten leben, bedeutet die fehlende Anbindung an die schnelle Datenautobahn einen gravierenden Nachteil im Standortwettbewerb. Freiberufler sowie Unternehmen aus Handel, Handwerk, Dienstleistung, Tourismus und Gewerbe sind auf schnelle Datenverbindungen angewiesen und siedeln sich nur dort an, wo diese auch vorhanden sind. Kommunen ohne leistungsfähige Breitbandnetze verlieren aber auch als Wohnort an Attraktivität. Es mir ein Herzensanliegen, dass es gelingt, Lücken mit den aktuellen Förderprogrammen von Bund und Land zu schließen. Umso mehr freue ich mich mit den Gemeinden über den bisherigen Erfolg.“

Hintergrund:

Für das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau hat die Regierung insgesamt 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung stellt und inzwischen auf vier Milliarden Euro aufgestockt. Insbesondere soll der Breitbandausbau in ländlichen Regionen und Randlagen in denen ein privatwirtschaftlicher Ausbau auf absehbare Zeit nicht erfolgt, gefördert und beschleunigt werden. Bis 2018 soll eine flächendeckende Versorgung Deutschlands mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s erreicht werden. Das Förderprogramm legt den Schwerpunkt auf die Schließung „weißer Flecken“ und richtet sich an Gebietskörperschaften – Kommunen, Landkreise oder kommunale Zweckverbände, die das Ausbauprojekt initiieren und die Projekte vor Ort koordinieren. Weitere Informationen gibt es unter www.bmvi.de/breitband sowie unter www.breitbandausschreibungen.de.

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